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Medikamente freisetzende Koronarstents (DES) und Medikamente freisetzende Ballonkatheter (DEB): Aktualisierung des Positionspapiers der DGK

Literaturnachweis: Clinical Research in Cardiology, Band 97, Nr. 8
Clin Res Cardiol 97:548–563 (2008)

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Autoren

S. Silber · M. Borggrefe · M. Böhm · H.M. Hoffmeister · R. Dietz · G. Ertl · G. Heusch

Zusammenfassung

Medikamente freisetzende Koronarstents (Drug-eluting Stents, DES) sind eine medizinische Innovation, da sie aufgrund ihrer signifikanten Reduktion notwendiger erneuter Folgeeingriffe und somit durch Verminderung der erforderlichen Krankenhausaufenthalte die Lebensqualität der Patienten verbessern. Aber nicht alle DES sind gleichermaßen effektiv und sicher, für DES gibt es keinen „Klasseneffekt“. Eine CE-Zulassung allein bedeutet weder Wirksamkeit noch Sicherheit. Aufgrund dieser Ausgangssituation hat die DGK im August 2007 erstmals ein Positionspapier zur Frage der Wirksamkeit und Sicherheit sowie zur unterschiedlichen Evidenz für die Effektivität der einzelnen DES veröffentlicht. Das Positionspapier umfasste eine evidenzbasierte Analyse von 71 randomisierten Studien an 28 984 Patienten. Zwischenzeitlich sind 23 weitere randomisierte Studien hinzugekommen. Einige DES sind nicht mehr erhältlich und 3 weitere DES sind neu CE-zertifiziert worden (Endeavor Resolute, BioMatrix und Nobori), sodass nach einem Jahr eine Aktualisierung des Positionspapiers notwendig erscheint. Ziel dieses Updates ist es, den aktuellen Stand des Wissens über die DES zu ergänzen. Ferner wurde eine erste Analyse von Medikamente freisetzenden Ballonkathetern (DEB) vorgenommen.