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Kommentar zur 2007 ESH/ESC-Leitlinie zum Management der arteriellen Hypertonie

Literaturnachweis: Der Kardiologe, Band 2,
Nr.2 Kardiologe 2008 2:108–111

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Autoren

T. Krauss · H. Schunkert · M. Böhm · F. de Haan · M. Borggrefe

Zusammenfassung

Die 2003 ESH/ESC-Leitlinien zur Behandlung des arteriellen Hypertonus wurden über Jahre hinweg in der Bestsellerliste der am meisten zitierten wissenschaftlichen Publikationen geführt. Damit kommen sowohl der hohe wissenschaftliche Standard als auch die große gesundheitspolitische Bedeutung einer Leitlinie zum Ausdruck, die für große Teile unserer (hypertensiven) Bevölkerung von praktischer Relevanz ist. Entsprechend hoch ist die Erwartungshaltung, wenn nun 2007 nach 4 Jahren wissenschaftlicher und politischer Entwicklung eine Revision dieser Leitlinie vorgelegt wird. Die neue Leitlinie folgt auf eine in Stakkatoabfolge erschienene Serie von Metaanalysen und Metaregressionsanalysen zur Bedeutung der Blutdrucksenkung einerseits und der hierzu eingesetzten Medikamente andererseits. Folglich fehlt es in der öffentlichen Diskussion nicht an gesundheitsökonomischen Kommentaren, wie beispielsweise seitens des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), welches ebenfalls Empfehlungen zur Medikation bei Hypertonie abgegeben hat.