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Leitlinie-DGK

Erstellung von Leitlinien in der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.

Literaturnachweis: Clinical Research in Cardiology, Band 95, Nr. 12
Clin Res Cardiol: 95:692–695 (2006)

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Autoren

A. Osterspey

Zusammenfassung

Zahllose „Leitlinien“ werden in unterschiedlicher Form entsprechend der Zielgruppe von wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Interessenverbänden häufig zum selben Thema publiziert. Der Begriff „Leitlinie“ ist nicht geschützt und wird einmal als weitgehend freier „Leitfaden“ für die Behandlung angesehen, andererseits strengen Kriterien bei der Erstellung unterworfen, was den Konsensuskriterien wissenschaftlicher Fachgesellschaften für „Evidenzbasierte Medizin“ entspricht. „Leitlinien“ können als Basis für gesundheitsökonomisch relevante „Richtlinien“ dienen oder juristische Konsequenzen für den behandelnden Arzt haben und enthalten daher einigen gesundheitspolitischen Sprengstoff. Im Februar 2006 wurde daher von der Kommission für Klinische Kardiologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (DGK) eine Konferenz organisiert, deren Redner und Teilnehmer sich aus Gesundheitsökonomie, Rechtswissenschaften, dem Allgemeinärztlichen Bereich, der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Fachgesellschaften (AWMF), der Deutschen Herzstiftung und der DGK rekrutierten. Ziel des vorliegenden Artikels ist es, den aktuellen Prozess der Erstellung von Leitlinien in der DGK darzulegen, wie er auf der Basis der genannten Konferenz modifiziert wurde.