Grafenberger Allee 100
40237 Düsseldorf
Tel.: + 49 211 600692-0
Fax: + 49 211 600692-10
info@dgk.org
Leitlinie-DGK

21. Bericht über die Leistungszahlen der Herzkatheterlabore in der Bundesrepublik Deutschland

Literaturnachweis: Clinical Research in Cardiology, Band 95, Nr. 7
Clin Res Cardiol: 95:383-387 (2006)

Download als PDF

Autoren

F. van Buuren · D. Horstkotte

Zusammenfassung

Gesundheitspolitische Umstrukturierungsprozesse und die damit verbundene Diskussion machen statistische Erhebungen zur zwingenden Voraussetzung für eine fundierte Einschätzung der medizinischen Versorgung in Deutschland. Auch für die invasive Kardiologie muss weiter eine Analyse des Leistungsspektrums gefordert werden. Dieser Beitrag schreibt die jährlichen Leistungszahlen deutscher Herzkatheterlabore seit 1985 fort.

Die Statistik basiert auf den Angaben von 470 invasiv tätigen Kliniken und Praxen (Vorjahr 432 Einrichtungen). Von 19 der 470 Einrichtungen (3,9%) wurden keine aktuellen Daten gemeldet; in diesen Fällen wurden die Vorjahreszahlen für die statistische Auswertung herangezogen.

Die Entwicklung der Leistungszahlen zwischen 1984 und 2004 ist in der Tabelle 1a dargestellt. Für 2004 wurden 711 607 (Vorjahr: n=652 781; +9,01%) diagnostische Herzkatheteruntersuchungen und 248 909 (Vorjahr: n=221 867; +12,18%) Koronarinterventionen gemeldet.

Erstmals wird in Tabelle 1b ein Überblick über die Stentquote im Verlauf der letzten Jahre gegeben. Diese stieg bezogen auf die Anzahl der PCIs von 68,35% in Jahr 2000 auf 80,45% in 2004 wobei sich zuletzt eine Stagnation dieser Quote abzeichnete. Bemerkenswert ist die weiter zunehmende Verwendung von medikamentenbeschichteten (DE) Stents. Nachdem in 2003 eine Steigerungsrate von 317% dokumentiert wurde, zeigte sich in 2004 ein unverändert starker Trend zur Verwendung von DE-Stents (+ 299%). Der Anteil der DE-Stents an der Gesamtzahl der Stents lag nunmehr bei 13,69%. Hier ist mit einer weiteren Steigerung zu rechnen.