Grafenberger Allee 100
40237 Düsseldorf
Tel.: + 49 211 600692-0
Fax: + 49 211 600692-10
info@dgk.org
Leitlinie-DGK

Positionspapier zur "Automatisierten Externen Defibrillation"

Literaturnachweis: Zeitschrift für Kardiologie, Band 94, Heft 4
Z Kardiol 94:287-295 (2005)

Download als PDF

Autoren

H.-J. Trappe · D. Andresen · H.-R. Arntz · H.-J. Becker · K. Werdan

Zusammenfassung

Die klinische Erfahrung zeigt, dass die sofortige Defibrillation bei Eintritt von Kammerflimmern unter Beobachtung zweifellos die effektivste Form der Behandlung ist.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die zeitgerechte Defibrillation bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand, bedingt durch Kammerflimmern, als die entscheidende prognostische Determinante anzusehen ist. Es ist inzwischen eindeutig belegt, dass die per se schlechte Überlebensrate (3–10%) von Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand durch Laienreanimation und zeitgerechte Defibrillation mit Einsatz automatisierter externer Defibrillatoren (AED) wesentlich verbessert werden kann.

Dennoch sind in Europa Programme zum Einsatz von AED nur lückenhaft umgesetzt und eine Laienreanimation wird nur bei etwa 15% der Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand durchgeführt, obwohl bereits zum Zeitpunkt des Herz-Kreislauf-Stillstandes in etwa 50% der Fälle mögliche Ersthelfer anwesend sind. Gründe hierfür sind fehlende Geräte in greifbarer Nähe, mangelnde Aufgeschlossenheit, Unklarheit des Verfahrens, sowie organisatorische und juristische Probleme.

Positionspapiere der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung – sollen zu aktuellen Fragen der Kardiologie Stellung nehmen. In diesem Positionspapier soll zur automatisierten externen Defibrillation, aber auch zu den übrigen Maßnahmen der Reanimation Stellung genommen werden.