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Leitlinien: Akutes Koronarsyndrom (ACS) – Teil 2: ACS mit ST-Hebung

Literaturnachweis: Zeitschrift für Kardiologie, Band 93, Heft 4
Z Kardiol 93:324-341 (2004)

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Autor

C.W. Hamm

Zusammenfassung

In Deutschland erleiden jährlich etwa 280 000 Menschen einen akuten Myokardinfarkt. Für die Diagnose und Therapie gelten die Empfehlungen des Task Force Report der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC). In den vorliegenden Leitlinien werden diese Empfehlungen für die Bedingungen in Deutschland präzisiert.

Auf eine wiederholte Darstellung des gesamten wissenschaftlichen Hintergrunds wird deshalb verzichtet und auf den ESC-Report verwiesen. Anzumerken ist, dass die Definition des Myokardinfarkts kürzlich erweitert wurde und sich heute biochemisch auf die Bestimmung von Troponin (oder CK-MB) in Verbindung mit klinischer Symptomatik stützt. Dieses ist aber für die klinische Behandlungsstrategie unerheblich, da sich diese nach der ST-Strecke im EKG richtet.

Die Empfehlungen für Patienten mit akutem Koronarsyndrom ohne persistierende ST-Streckenhebung finden sich in Teil 1 dieser Leitlinien. Die Behandlung des akuten Myokardinfarkts mit persistierender ST-Hebung (STEMI) hat in den letzten Jahrzehnten einen erheblichen Wandel vollzogen, die dazu geführt hat, dass die Sterblichkeit im Krankenhaus wesentlich abgenommen hat. Nach wie vor entfallen aber immer noch zwei Drittel der Gesamtsterblichkeit auf die Prähospitalphase, davon über die Hälfte in die erste Stunde nach Symptombeginn. Das größte Potential zur Letalitätssenkung bei Infarkt liegt daher in der Prähospitalzeit.