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Leitlinie-DGK

Positionspapier zu Prähospitale Versorgung von Patienten mit akutem ST-Streckenhebungsinfarkt

Literaturnachweis: Zeitschrift für Kardiologie, Band 93, Heft 11
Z Kardiol 93:915-916 (2004)

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Autoren

H.R. Arntz

Zusammenfassung

Der akute ST-Streckenhebungsinfarkt stellt ein lebensbedrohliches Akutereignis dar, bei dem die Umsetzung der Reperfusionsstrategie unmittelbare Auswirkungen auf Mortalität, Morbidität und damit auch Nachsorgekosten hat. Grundsätzlich gilt, dass die Prognose umso günstiger ist, je früher es gelingt, das thrombotisch verschlossene Koronargefäß wieder zu eröffnen. Zur Optimierung der Versorgung von Patienten mit ST-Streckenhebungsinfarkt hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) neue Leitlinien entwickelt. Diese Leitlinien sind abgestimmt mit den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) und ergänzen die Leitlinien Akutes Koronarsyndrom I der DGK.

Um eine frühzeitige Diagnostik zu ermöglichen, die alle nachfolgenden Entscheidungen beschleunigt, haben die Rettungsdienste dafür Sorge zu tragen, dass eine adäquate prähospitale Diagnostik mit Hilfe des 12-Ableitungs-EKG möglich ist und die Notärzte den Vorgaben der DGK und der Interdisziplinären Vereinigung für Intensivmedizin (DIVI) entsprechend in der Lage sind, das EKG zu interpretieren.

Für die Therapie des ST-Streckenhebungsinfarkts kommt in erster Linie die Katheterintervention (PCI) in Frage. Vorausgesetzt, diese wird von einem erfahrenem Team durchgeführt. Falls diese Voraussetzung nicht erfüllt werden kann, kommt vor allem die prähospitale Lyse in Frage mit einem anschließenden Transport in ein Interventionszentrum. Die Lyse im Krankenhaus ist die letzte Option, wenn keine der oben genannten Möglichkeiten besteht.