Grafenberger Allee 100
40237 Düsseldorf
Tel.: + 49 211 600692-0
Fax: + 49 211 600692-10
info@dgk.org
Leitlinie-DGK

Mindestmengenregelung: Ein Kommentar des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie

Literaturnachweis: Zeitschrift für Kardiologie, Band 93, Heft 5
Z Kardiol 93:416-422 (2004)

Download als PDF

Zusammenfassung

Für die heute gebräuchlichen PCI-Verfahren gibt es keine durch wissenschaftliche Untersuchungen begründbare Mindestmenge. Dies zeigt die vorliegende umfassende und sorgfältige Analyse der Literatur durch die von Prof. Dr. Albrecht Vogt geleitete Projektgruppe.

Die Analyse lässt jedoch auch die Schwächen und Defizite der zu diesem Thema verfügbaren Daten deutlich werden. Eine Einschränkung besteht schon insofern, als nur elektive sowie Notfall-Prozeduren wie zum Beispiel beim ACS ausgewertet wurden. Ein besonderer Schwachpunkt liegt in der retrospektiven Natur der Datenaufarbeitung. Diese macht es unmöglich, verschiedene Patientengruppen miteinander vergleichen zu können. Das heißt, dass – gewollt oder ungewollt – eine Selektion von Patienten mit niedrigem und hohem Risiko nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Jeder erfahrene interventionell tätige Kardiologe weiß, dass Patienten mit höherem Risiko eher in größeren Zentren behandelt werden.