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Leitlinien: Akutes Koronarsyndrom (ACS) – Teil 1: ACS ohne persistierende ST-Hebung

Literaturnachweis: Zeitschrift für Kardiologie, Band 93, Heft 1
Z Kardiol 93:72-90 (2004)

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Autor

C.W. Hamm

Zusammenfassung

Die kardiovaskulären Erkrankungen stehen an erster Stelle der Todesursachenstatistik in der Bundesrepublik Deutschland und den anderen westlichen Industriestaaten. Unter dem Begriff Akutes Koronarsyndrom (ACS) werden die Phasen der koronaren Herzerkrankung zusammengefasst, die unmittelbar lebensbedrohlich sind.

In der klinischen Praxis sind dies die instabile Angina, der akute Myokardinfarkt und der plötzliche Herztod. Da die Übergänge dieser klinischen Formen fließend sind, hat es sich in den letzten Jahren durchgesetzt, Patienten anhand des EKG in die Gruppen mit (STEMI) und ohne ST-Streckenhebung (NSTEMI/instabile Angina) zu unterscheiden. Aufgrund der unterschiedlichen therapeutischen Maßnahmen erscheint diese Einteilung gerechtfertigt. Die Versorgung von Patienten mit lebensbedrohlichen Krankheitsbildern wie dem ACS stellt besonders hohe Anforderungen an Diagnostik und Therapie.

Deshalb haben die qualitätssichernden Maßnahmen, die von den wissenschaftlichen Fachgesellschaften und vom Gesetzgeber heute eingefordert werden, einen hohen Stellenwert. Leitlinien kommt dabei die Aufgabe zu, in systematischer, standardisierter Weise bei der Umsetzung des medizinischen Kenntnisstands Unterstützung zu leisten. Zum ACS ohne STStreckenhebung und zum Herzinfarkt gibt es bereits Empfehlungen von Task Forces der European Society of Cardiology, die auch in Deutschland Gültigkeit haben.

Die vorliegenden Leitlinien wurden deshalb nicht zum Ersatz der europäischen Empfehlungen erstellt, sondern sollen diese ergänzen, um den spezifisch deutschen Verhältnissen gerecht zu werden.