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Positionspapier zur Primärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen

Literaturnachweis: Zeitschrift für Kardiologie, Band 92, Heft 6
Z Kardiol 92:522-524 (2003)

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Autoren

H. Gohlke · W. Kübler · P. Mathes · T. Meinertz · G. Schuler · D.B. Gysan · G. Sauer

Zusammenfassung

Herz- und Gefäßerkrankungen sind die wichtigsten Ursachen für Invalidität und vorzeitigen Tod. Dennoch sind die Möglichkeiten, diesen Erkrankungen vorzubeugen, ausgesprochen günstig. Diese Empfehlungen gelten für Personen ohne bekannte Herz- oder Gefäßerkrankung und ohne Diabetes mellitus.

Für Patienten mit manifestem Diabetes mellitus gelten die Richtlinien zur Sekundärprävention. Durch die u. a. präventiven Maßnahmen wird das Risiko für Herzund Gefäßerkrankungen vermindert und dadurch die Lebensqualität, die Leistungsfähigkeit und die Prognose verbessert.

Eine medikamentöse Therapie sollte bei einem deutlich erhöhten Gesamtrisiko (>20% in 10 Jahren oder >20% bis zum 60. Lebensjahr) in Erwägung gezogen werden. Die Einschätzung des Gesamtrisikos kann z. B. mit dem PROCAM-Algorithmus oder den Risikocharts der European Society of Cardiology erfolgen.

In jedem Fall sollte vor Einleitung einer medikamentösen Therapie die nicht-medikamentöse Einstellung der Risikofaktoren (Rauchen, Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel) umgesetzt werden.