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Leitlinie-DGK

Positionsbericht: Methoden und klinische Anwendung der Nuklearkardiologie

Literaturnachweis: DGK - Veröffentlicht: 06.09.2001

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Autoren

M. Schäfers

Zusammenfassung

Nuklearkardiologische Verfahren ermöglichen die nicht-invasive Diagnostik unterschiedlicher Partialfunktionen des Herzens, wobei viele dieser Funktionen mit keinem anderen Verfahren (z.B. Innervation) bildgebend zu untersuchen sind. Diese Verfahren ergänzen die morphologische Diagnostik im Hinblick auf Therapieplanung und -kontrolle.

Ferner besitzen sie eine erhebliche prognostische Bedeutung, die derzeit, auch unter dem Aspekt der Kosten-Nutzen- Relation, einen immer größeren klinischen Stellenwert erlangt. Nach heutigem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass eine adäquate zielgerichtete nuklearkardiologische Diagnostik – insbesondere bei Hochrisikopatienten – zur Kostenreduktion bei verbesserter diagnostischer und therapeutischer Qualität beitragen kann.

Zukünftig wird sich die Nuklearkardiologie der Konkurrenz alternativer bildgebender Verfahren (Kernspintomographie, Elektronenstrahl-Tomographie, MehrschichtComputertomographie) stellen müssen; mit der Weiterentwicklung dieser Verfahren wird zunehmend die Erfassung funktioneller Aspekte des Herzens ermöglicht, die nuklearkardiologischen Methoden werden sich daher vermutlich in Richtung der molekularen Bildgebung weiterentwickeln. Erste Studien zeigen bereits die prinzipielle Möglichkeit der Erkennung vulnerabler arteriosklerotischer Plaques.