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Leitlinie-DGK

Leitlinien zur Implantation von Defibrillatoren

Literaturnachweis: Zeitschrift für Kardiologie, Band 89.
Z Kardiol 89:126-135 (2000)

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Autoren

S. H. Hohnloser · D. Andresen · M. Block · G. Breithardt · W. Jung · H. Klein · K. H. Kuck · B. Lüderitz · G. Steinbeck

Zusammenfassung

I. Primäres Ziel

Primäres Ziel der ICD-Therapie ist die Lebensverlängerung durch eine Verhinderung des plötzlichen Herztodes. Durch automatische Detektion und Terminierung von hämodynamisch
nicht tolerierten ventrikulären Tachyarrhythmien soll der dadurch bedingte Herz-Kreislauf-Stillstand beendet werden.

II. Sekundäre Ziele

Automatische Terminierung von Tachykardien: Über die Herzfrequenz und z.T. über andere Charakteristika der Tachykardie soll diese automatisch erkannt und mittels antitachykarder Stimulation bzw. Kardioversion beendet werden. Auch hämodynamisch tolerierte Kammertachykardien sollen durch den ICD terminiert werden. Verbesserung der Lebensqualität: Eine Verbesserung der Lebensqualität kann sich durch Vermeidung häufiger Krankenhausaufenthalte z. B. in Folge rezidivierender Tachykardieepisoden ergeben. Auch wird der Patient durch die prompte Beseitigung einer Tachykardie mittels antitachykarder Stimulation nahezu symptomlos bleiben. Dies wiederum könnte die Häufigkeit der psychisch belastenden Entladungen vermindern und dem Patienten ein Gefühl der Sicherheit vor dem plötzlichen Herztod geben.