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Magnetresonanztomographie in der Kardiologie

Literaturnachweis: Zeitschrift für Kardiologie, Band 88.
Z Kardiol 88:965-968 (1999)

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Autoren

U. Sechtem

Zusammenfassung

Die Magnetresonanztomographie (MRT) hat sich in den letzten Jahren als ergänzendes Verfahren zur Echokardiographie in der morphologischen und funktionellen Diagnostik von Erkrankungen des Herzens und der großen Gefäße etabliert. Ihr Einsatz war bislang im wesentlichen auf Fragestellungen bei Patienten mit komplexen angeborenen Herzfehlern, Erkrankungen der großen Gefäße, des Perikards, Herztumoren und Kardiomyopathien beschränkt. Technische Verbesserungen machen es nun möglich, mit der MRT auch bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung klinisch wichtige Fragen zu beantworten. Man kann daher davon ausgehen, daß die MRT in der nahen Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle in der Betreuung von Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen spielen wird. Folglich ist der jetzige Zeitpunkt geeignet, kurz zusammenzufassen, welche klinischen Indikationen für den Einsatz der MRT derzeit bestehen, welche Indikationen in naher Zukunft zu erwarten sind und welche Rolle Kardiologen in der Durchführung und Interpretation von MR-Untersuchungen spielen. Weiterhin soll Stellung bezogen werden zur Frage, welche Qualifikation von Kardiologen für eine kompetente Durchführung und Interpretation von kardiovaskulären MR-Untersuchungen erforderlich ist. Die Kooperation zwischen Kardiologen und Radiologen bei der Durchführung und Interpretation von MR-Untersuchungen bei Erkrankungen des Herzens und der herznahen Gefäße ist eine wesentliche Voraussetzung für die optimale diagnostische Nutzung der MRT. Diese Zusammenarbeit bei der Nutzung der MRT ist das erklärte Ziel der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.